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24.07.2012

Handbiker sind begeistert vom fantastischen Niedernhaller Publikum

Das Saisonfinale am 9. September beim 17. ebm-papst Marathon lockt einige der besten Handbikefahrer Deutschlands mit ihren Rennbikes nach Niedernhall. Einer von ihnen ist Torsten Purschke aus Waibstadt, der seit seinem Autounfall vor 34 Jahren unterhalb des Bauchnabels querschnittsgelähmt ist. Der 46jährige Elektroniker fährt seit 2000 Handbikerennen - und das äußerst erfolgreich: 2002 holte er bei der Handbike-WM Bronze, bei der heutigen Klasseneinteilung wäre es sogar Gold gewesen.

2009 gewann Purschke den Berlin-Marathon, 2011 das größte Handbike-Rennen Europas in Rosenau. Von 2007 bis 2009 hielt er den Weltrekord auf der Marathondistanz über 42,195 Kilometer. In diesem Jahr sammelte er schon wertvolle Punkte bei der Rennserie des National Handbike Circuit (NHC), die er 2011 in seiner Klasse als Gesamtsieger beendete. Die NHC-Serie, deren Schlusspunkt erneut der ebm-papst Marathon in Niedernhall setzt, ist eine von zwei großen Rennserien für Handbiker in Deutschland und der nationale Ableger des European Handbike Circuit. Einzigartig: In der NHC-Serie können Behinderte und Nichtbehinderte im gleichen Sportgerät antreten.

Bevor Purschke an Handbikerennen teilnahm, war er sehr erfolgreich im Rollstuhltennis und gehörte über zehn Jahre zur deutschen Nationalmannschaft. 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney war er bei den Paralympics am Start, 1998 wurde er Teamweltmeister in Barcelona. „Dann bekam ich Gelenkprobleme und musste auf das Handbike umsteigen, das ich vorher nur zum Konditionstraining genutzt hatte“, erinnert sich Purschke.

Am 9. September nimmt er zum dritten Mal am Handbikewettbewerb beim 17. ebm-papst Marathon teil, diesmal als Titelverteidiger. Da er aktuell bei der NHC-Rennserie „nur“ Dritter in seiner Klasse ist, kann er bei den zeitgleich stattfindenden Paralympics in London nicht starten. Sonst wäre er in Niedernhall nicht dabei.

Doch das ist für ihn kein Problem: „Seit ich das erste Mal beim ebm-papst Marathon war, reizt mich die tolle Atmosphäre“. Ganz besonders gut gefällt ihm das vielfältige Rahmenprogramm. Auch die „interessante Streckenführung“ kommt ihm entgegen, da sie „viele technisch anspruchsvolle Kurven enthält“.

Am Ende des Rennens am 9. September werden sowohl die Tagessieger in Niedernhall als auch die Gesamtsieger der NHC-Serie geehrt. Bei der NHC Serie gibt es vier unterschiedliche Klassen, die nach dem Grad der Behinderung unterteilt sind.

Melanie Petersen, erste Vorsitzende des NHC, ist sich sicher, dass „die Top-Handbiker, die nicht an den Paralympics in London teilnehmen, in Niedernhall beim ebm-papst Marathon starten werden“. Der Grund: „Der ebm-papst Marathon bietet

für unsere Sportler eine hervorragende Infrastruktur.“ Dazu gehören unter anderem gut befestigte Wege und eine behindertenfreundliche Umgebung mit entsprechenden sanitären Anlagen und Unterbringungsmöglichkeiten. Aus Gesprächen mit den bisherigen Teilnehmern weiß sie, dass alle mit der neuen Strecke, die den Fahrern ausreichend Platz bietet, sehr zufrieden sind.

„Unseren Sportlern gefällt es, vor dem fantastischen Publikum in Niedernhall zu fahren“, weiß Melanie Petersen, die selbst nicht behindert ist, aber beruflich mit behinderten Menschen arbeitet. „Die Handbiker sollen in erster Linie Spaß an Bewegung haben“, erklärt sie, „wir wollen Leute hinterm Ofen hervorlocken und auch gemeinsam mit Nicht-Behinderten zeigen, dass man auch als Behinderter Leistungssport treiben kann“.

Weitere Informationen zum ebm-papst Marathon mit Möglichkeit der Online-Anmeldung unter www.ebmpapst-marathon.de, zum NHC unter www.ehc-nhc.de

Hauke Hannig
Pressesprecher ebm-papst Unternehmensgruppe
Phone: +49 7938 81-7105
Fax: +49 7938 81-97105
hauke.hannig@de.ebmpapst.com

ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG
Bachmühle 2
74673 Mulfingen