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13.06.2015

Auf Rollen durchs Kochertal

Inline-Lauf hat sich zu wichtigem Bestandteil des ebm-papst Marathons entwickelt.

Mit rund 200 Teilnehmer stellt der Inliner-Lauf einen wichtigen Bestandteil des Laufevents in Hohenlohe dar.
 

Der Inline-Lauf ist zu einem wichtigen Bestandteil des ebm-papst Marathons geworden. Rund 200 Teilnehmer aus ganz Europa sorgten 2014 wie bei den Läufen für ein internationales Flair. Auch dieses Jahr erwarten die Veranstalter von Polizeisportverein Hohenlohe und ebm-papst beim Startschuss am 13. September um 14.35 Uhr ein großes Feld. Schließlich bildet die Veranstaltung in Niedernhall seit einigen Jahren auch den Abschluss des Baden-Württemberg Inline Cups (BWIC), der insgesamt aus neun Rennen besteht.

„Es ist eine schöne Veranstaltung hier“, sagt der Schweizer Yannick Friedli, der im vergangenen Jahr für ebm-papst an den Start ging. „Die Größe passt, Essen und Trinken sind gut.“ Ein Lob für die Führung des 23 Kilometer langen Kurses gab es von Vorjahressieger Fabian Dieterle aus Böblingen: „Es hat alles gepasst, wie immer.“ Bei Christine Seemann aus Mainz kommt die Mischung an. „Es ist schön, dass so viele Wettkämpfe zusammen stattfinden, dass Läufer, Handbiker und Inliner da sind. Es ist immer richtig viel los. Für Inliner ist die Strecke toll. Es ist ein guter Asphalt ohne Löcher“, sagt die Mainzerin, die im Winter Eisschnelllauf betreibt und die Inlineläufe als Sommertraining nutzt. In der Teilnehmerliste der vergangenen Jahre sind neben den deutschen Teilnehmern unter anderem Finnen, Tschechen, Österreicher, Schweden und Schweizer zu finden.

Zu den Urgesteinen des ebm-papst Marathons gehört Rudolf Rebentrost. Schon bei der ersten Auflage vor 20 Jahren war er mit dabei – damals noch als Marathonläufer. Wegen Knieproblemen stieg er auf Rollen um. „Es war im Jahr 2000 als ich zum ersten Mal auf Inlinern stand. Da war ich 60 Jahre alt. Aber ich musste es nicht lernen, ich konnte es sofort, da ich als Jugendlicher Schlittschuh gefahren bin. Das ist die gleiche Bewegung, das verlernt man nicht“, erklärt der Forchtenberger. „Das Inlinefahren gibt eine gute Muskulatur und ich habe seitdem keine Schwierigkeiten mit dem Knie mehr.“

Der ehemalige Leichtathlet, der für den SSF Heilbronn startet, geht immer noch mit großem Ehrgeiz zu Werke. „Laufen macht mir unheimlich viel Spaß. Aber es ist viel anstrengender, geht mehr auf den Kreislauf. Inlinern ist eher tänzerisch. Das ist eine weiche Bewegung und ist deshalb knieschonend.“ Fast jeden Tag ist er im Kochertal für eineinhalb bis zwei Stunden unterwegs. 47:13 Minuten benötigte der 72-Jährige im vergangenen Jahr für die 23 Kilometer. Damit war der ehemalige Mitarbeiter von ebm-papst nicht zufrieden. „Meine Bestzeit liegt bei 41 Minuten“, sagt Rebentrost. Er beschreibt die Strecke als anspruchsvoll, wegen der Steigung direkt nach dem Start. „Man muss am Anfang gleich Vollgas geben, um nach der Brücke bei einer guten Gruppe dabei zu sein. Sonst verliert man in der Endzeit ein bis zwei Minuten“, erklärt Rebentrost. „Letztes Jahr war ich zu langsam. Die Gruppe, in der ich sein wollte, war schon 100 Meter weg. Ich habe früh Tempo gemacht, um sie zu erreichen.“ Kurz vor Sindringen hatte er sie eingeholt. „Aber ich war dann so platt, dass sich aus der Gruppe raus musste. Dieses Jahr darf mir das nicht mehr passieren.“ Mit einem Lachen kündigt er an, drei Wochen vor dem ebm-papst Marathon ein kleines Bergtraining zu machen. Er relativiert dann aber auch: „Der nächste in meiner Altersklasse war 20 Minuten langsamer als ich. Das darf man aber nicht vergleichen, die sind nicht so trainiert wie ich.“ Denn immer wieder trifft sich Rebentrost mit seinen Teamkameraden vom SSF Heilbronn zum gemeinsamen Training. „Ich fühle mich im gleichen Alter wie die“, sagt Rebentrost. „Die lassen mich mein Alter auch nicht merken, wir behandeln uns alle gleich.“

Auch die Cupwertung des BWIC hat der Forchtenberger in den vergangenen Jahren in seiner Altersklasse regelmäßig gewonnen. Gerne nehmen die Veranstalter es wahr, den Abschluss der Serie von neun Rennen in Niedernhall zu machen. „Denn sie haben hier die Möglichkeit ihr separaten Ehrungen bei uns im Zelt zu machen“, sagt Marie-Luise Krenz vom Organisationsteam von ebm-papst. Und so ist das große Zelt jedes Jahr noch lange durch allerlei Siegerehrungen belebt. Dazwischen gibt es auch in diesem Jahr ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Hauke Hannig
Pressesprecher ebm-papst Unternehmensgruppe
Phone: +49 7938 81-7105
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